Reisebericht & Trip-Report: Edinburgh – Schottland (Roadtrip) Tag 1

Unser Roadtrip durch Schottland begann in der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Die Flugverbindung von Frankfurt ist ideal: Lufthansa fliegt zwei Mal täglich auf dieser Strecke. Wir entschieden uns für den Flug am Freitagnachmittag, um am Freitag noch arbeiten zu können und dadurch kostbare Urlaubstage zu sparen.

Unsere kleine Reisegruppe traf sich direkt am Gate der LH964. Sowohl Sicherheitskontrolle, als auch Passkontrolle waren schnell passiert und auch das Boarding startete pünktlich und ging recht zügig von statten. Wir mussten dann allerdings noch auf Anschlussfluggäste aus Peking warten, sodass wir nicht ganz pünktlich vom Hof des Frankfurter Flughafens abhoben.

Zur Feier des Tages stießen wir dann in Reiseflughöhe mit Sekt Cremant aus dem Repertoire der gecaterten Trolleys an und verkündeten damit den offiziellen Beginn unserer Reise. Die dazu gereichte (kostenlose) Mahlzeit an Bord bestand aus einem schmackhaften Tomate-Mozzarella-Puten-Sandwich.  Sonst verlief der Flug ruhig und ereignislos und wir landeten am Ende doch pünktlich auf dem Flughafen von Edinburgh. Nach Ankunft ging es ohne Wartezeit durch die Einreisekontrolle und zum Gepäckband. Die Zeit bis unser Gepäck ausgeliefet wurde vertrieben wir uns mit dem Testen des von Virgin Atlantic gesponserten WLANs. So konnten alle Daheimgebliebenen schnell und kostenfrei über die sichere Ankunft informiert werden.  Voll bepackt verließen wir den Sicherheitsbereich und machten uns in der Ankunftshalle zum Geldautomaten um uns mit Bargeld auszustatten.

Die ersten Pfund in cash wurden direkt vor dem Terminal in ein Return Ticket für den AirLink Airport Bus von Lothian Buses investiert. Der AirLink ist ein Doppeldeckerbus. Das Gepäck kann im unteren Teil in Gepäck-Racks verstaut werden ohne dass man Angst haben muss, dass etwas geklaut versehentlich mitgenommen wird. Die Gepäck-Racks werden nämlich viedoüberwacht und ein Monitor im „upper deck“ überträgt die Bilder. Auch sonst ist der AirLink sehr zu empfehlen, für 6 britische Pfund (aktuell ca 7 Euro) bietet der Bus eine schnelle Verbindung in die Innenstadt (ca. 30 Minuten Fahrtzeit bis Waverly Station) und kostenloses WLAN. Vor allem vom upper deck hat man einen schönen Blick und kann erste Eindrücke der Stadt gewinnen.

Von der Endhaltestelle Waverly Station standen uns dann noch gut 10 Minuten Fußweg durch die Altstadt bevor um zu unserer gebuchten Unterkunft, dem Budget Backpackers Hostel zu gelangen.

Im Hostel angekommen bezogen wir unseren 4er Dorm. Nach kurzem Refreshment machten wir uns dann schon auf den Weg die Umgebung zu erkunden und eine Abendessensgelegenheit ausfindig zu machen. Zunächst hatten wir „The Last Drop“, einen typischen Pub, der laut Guardian zu den zehn besten Edinburghs gehören soll, ausgewählt. Dort wurden wir allerdings enttäuscht: die letzte Essensbestellung durfte unser Nachbartisch machen. Frustriert und hungrig verließen wir also den Pub. Auch alle anderen Pubs in der Umgebung schließen ihre Küche um 21 Uhr, sodass wir uns für den Imbiss Mediterranean Gate auf der George IV Bridge entschieden. Wir bestellten Falafel Wraps und wurden für die vorherige Enttäuschung entschädigt. Die Wraps wurden frisch vor unseren Augen zubereitet und schmeckten hervorragend. Frisch gestärkt kehrten wir nebenan bei „Villager“ auf ein erstes schottisches Bier ein. Die Bar überzeugte durch chilligen Funk, sympathisches Publikum, stylishes Ambiente und natürlich die große Auswahl an Bieren, zu der auch unsere Entdeckung des Trips gehörte: Innis & Gunn. Innis & Gunn ist ein lokales Bier aus Edinburgh, das in Eichenfässern gelagert wird und daher einen süßlichen Toffee-Geschmack bekommt.

Am nächsten Morgen starteten wir früh im Hostel und machten uns vorbei an der Universität auf den Weg zu „The Spoon“, wo uns unser erstes Full Scottish Veggie Breakfast (Spiegelei, Veggie Haggis, Tomaten, Pommes, Pilze und Toast) erwartete. Von dort liefen wir in Richtung High Street und weiter zum Edinburgh Castle. An der Burg wurde gerade eine riesige Tribüne für das sogenannte „Edinburgh Tattoo“ Anfang August aufgebaut, sodass der Blick von der Royal Mile aus leider eingeschränkt war. Aufgrund der langen Schlange vor dem Schloss ließen wir die Besichtigung desselben aus. Wenn man die Burg auch von innen sehen möchte, empfiehlt es sich vor allem am Wochenende vorher im Internet „Fast-Track“ Tickets zu kaufen. Damit kann man die langen Touri-Schlangen umgehen und direkt ins Innere gelangen. Nach ein paar obligatorischen Fotos ging es dann die Royal Mile entlang mit Zwischenstops bei The Hub, der St. Giles Cathedrale, dem ein oder anderen Straßenkünstler und selbsternanntem Entertainer, einem kleinen Pub namens White Horse, wo der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt aufgefüllt wurde, bevor wir vom modernen Gebäude des schottischen Parlaments und der Sommerresidenz der Queen (Palace of the Holyroodhouse) aus den Arthur’s Seat erklommen. Der Weg auf den Arthur’s Seat dauerte zirka 20-30 Minuten (steilster Weg), es gibt allerdings auch ausschweifendere Wege, die nicht ganz so steil zur Spitze führen. Die Aussicht ist jedenfalls gigantisch. Wir hatten ausgesprochenes Glück, denn die Sonne schien und die Sicht war perfekt, so konnten wir den Firth of Forth, die  Forth Bridge und das gesamte Stadtgebiet Edinburghs sehen. Kurz vor dem Palace of the Holyroodhouse entdeckten wir übrigens noch einen kleinen sehr liebevoll angelegten Garten/Park: Dunbar’s Close Garden. Hier kann man super abschalten und die Augen am satten Grün erholen.

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Nach dem Abstieg und dem anschließenden Rückweg zum Hostel ging es inklusive Gepäck wieder mit dem AirLink Richtung Flughafen, wo wir bei Hertz unseren Begleiter für die nächsten 7 Tage abholten. Nach Express Check-in (dank Hertz Gold Karte) packten wir unseren schicken blauen Flitzer, einen Golf 7 BlueMotion mit ordentlich Power unter der Haube und verließen das Flughafengelände mit Zwischenziel St. Andrews. Wie geplant begaben wir uns nach der Forth Bridge auf eine „scenic route“ entlang der Küste. Nach einige Kilometern musten wir jedoch ernüchtert feststellen, dass man von der Straße kaum einen Blick auf die Küste erhaschen kann, da die Schotten alles dicht bepflanzt oder mit einer dicken Mauer jeden Blick versperren. Daher machten wir relativ schnell einen Schlenker zurück auf die besser ausgebaute Landstraße und gelangten nach gut eineinhalb Stunden Fahrtzeit nach St. Andrews. Der Ort wurde uns als schöner Küstenort mit bekannter Uni und natürlich als Kennernlernort von Prinz William und Kate angepriesen. Da wir jedoch für britische Verhältnisse spät dort aufschlugen, gab es in St. Andrews außer einer fast leergefegten Fußgängerzone kaum etwas zu bestaunen. Nach einem schnellen Abendessen bei Nando’s kauften wir noch eine erste Ration Lebensmittel für die folgenden Tage bei Tesco und ließen den Abend dann noch in einem kleinen Pub ausklingen. Nach einer Diet Coke für den Fahrer und Cider bzw. Bier für die anderen stand die letzte (kurze) Etappe nach Dundee auf dem Programm. Dort hatten wir das Holiday Inn Express gebucht. Das HIX befindet sich in verkehrsgünstiger Lage direkt am Autobahnkreuz und nahe am Wasser. Wer einen leichten Schlaf hat, sollte für nachts Oropax einpacken, je nach Lage des Zimmers sind diese hilfreich. Auf der Rückseite des Blocks befinden sich auch einige Pubs, sodass bei früherer Ankunft sicher auch hier noch das ein oder andere Getränk wartet. Für uns war es allerdings höchste Zeit zu schlafen.


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2 thoughts on “Reisebericht & Trip-Report: Edinburgh – Schottland (Roadtrip) Tag 1

  1. Wow! Prima erster Reisebericht! Sind die Bilder mit der EOS geschossen?

    • C.

      Danke…Nicht alle Bilder, aber die meisten. ;)

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